Podiumsdiskussion “personae, rather than persons”?.

Wissenschafts- und Fachgeschichte zwischen Personen-, Institutionen- und Praxisgeschichte
18.11.2019

Ort: Bibliothek des Internationalen Kollegs Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. Etage), 50937 Köln

Zeit: 18.00 Uhr

Kontakt: Karena Weduwen
(karena.weduwen[at]uni-koeln.de)

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,Die Person‘ spielt in Personen-, Institutionen- und Praxisgeschichten wissenschaftlicher Konstellationen eine ebenso zentrale wie konzeptionell und methodologisch umstrittene Rolle. Überblickt man einschlägige Publikationen und Forschungsprojekte, so scheint es, als seien historische Individuen ungeachtet methodischer Skepsis sowohl als argumentativer Ausgangspunkt wie auch als ProduzentInnen einschlägiger Quellenmaterialien kaum zu ersetzen. Über den methodologischen Status ,der Person‘ in unterschiedlichen Spielarten wissenschafts- und fachhistorischer Rückblicke diskutieren Monika Dommann (Geschichte der Neuzeit, Zürich), Julian Hamann (Wissenschaftssoziologie, Hannover) und Myriam Isabell Richter (Wissenschaftsszenografie, Hamburg) auf einer Podiumsdiskussion, die im Rahmen des zweitägigen Workshops „personae, rather than persons?“ Wissenschafts- und Fachgeschichte zwischen Personen-, Institutionen- und Praxisgeschichte stattfindet. Zentrale Diskussionsfrage dabei ist, inwiefern sich die auseinanderlaufenden Ansätze verbinden lassen: Wie verhält sich eine an ‚Ideengenesen‘, Denksystemen, aber auch institutionellen Faktoren und Arbeitsformen interessierte Wissenschafts- und Fachgeschichte zu der unweigerlich sich andeutenden biografischen Dimension? Wo verläuft die Grenze zwischen einer auf wissenschaftliche Individuen gerichteten Wissenschafts- und Fachgeschichte einerseits, und einem Ansatz, der „personae, rather than persons“ (Lorraine Daston/H. Otto Sibum) historisch sichtbar zu machen sucht, andererseits?