Revisionen des Porträts: Jenseits der Repräsentation

13.–15.06.2018

Ort: Bibliothek des Internationalen Kollegs Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. Etage), 50937 Köln

Kontakt: Thierry Greub (tgreub[at]uni-koeln.de)

 

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Noch immer wird das Phänomen ›Porträt‹ im kunsthistorischen Diskurs zumeist unter Begrifflichkeiten wie ›Identität‹, ›Individualität‹, ›Repräsentation‹ oder ›Ähnlichkeit‹ diskutiert. Zeitgenössische amimetische, konzeptuelle und performative Porträtformen werden mit solchen Konzepten jedoch nicht mehr vollständig eingeholt. Die Tagung befragt deshalb einerseits kritisch diese traditionellen, ›mimetischen‹ Begriffe anhand von Fallstudien. Andererseits werden ihnen versuchsweise zeitgemäße, dynamische und offene Konzepte (teils aus Nachbardisziplinen) wie ›life imaging‹, ›staging‹, ›Spur‹ oder ›Dividualität‹ an die Seite gestellt, um den kunsthistorischen Porträt-Begriff in einem fachübergreifenden Diskurs aufzufächern. In der interdisziplinären Tagung, die den historischen Bogen von der Antike bis zur Kunst der Gegenwart spannt, wird so das Porträt explizit als Konstruktion, Rollenspiel, ›self-fashioning‹ und konzeptuelle Praxis verhandelt.