Jürgen Müller (Kunstgeschichte, Dresden)

"Das Kryptoporträt – Form, Funktion und subversive Praxis"
05.11.2018

Ort: Bibliothek des Internationalen Kollegs Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. Etage), 50937 Köln

Zeit: 18.00 Uhr

Kontakt: Karena Weduwen
(karena.weduwen[at]uni-koeln.de)

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Das Kryptoporträt – Form, Funktion und subversive Praxis

Unter Kryptoporträts versteht man Bildnisse historischer Personen, die von Künstlern in christliche, mythologische oder allegorische Bildthemen übernommen wurden, um dadurch Kommentare und dem Sujet eine zweite Sinnebene hinzuzufügen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Bildnisse der Auftraggeber oder Selbstbildnisse, sondern um Personen, die man auf den ersten Blick nicht erwartet hätte. Es versteht sich von selbst, dass diese Form der Bildpraxis mit der Verbreitung von Kupferstichen einherging, die das Aussehen einer Person einem großen Rezipientenkreis bekannt machte. So sind es vor allem Personen wie Luther, Erasmus oder Michelangelo, die sich immer wieder in Bildern jener Zeit entdecken lassen. Der Vortrag will zunächst Beispiele dieses wenig erforschten Themas vorstellen, um dann nach möglichen kunsttheoretischen Kontexten zu fragen.  

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Jürgen Müller (Dresden): "Das Kryptoporträt – Form, Funktion und subversive Praxis"

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