Geschlossene vs. offene Beschreibungsformen

Jahrestagung 2018
09.–11.07.2018

Ort: Bibliothek des Internationalen Kollegs Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. Etage), 50937 Köln

Kontakt: Karena Weduwen 
(karena.weduwen[at]uni-koeln.de)

Plakat herunterladen
Flyer herunterladen

Das Internationale Kolleg Morphomata lädt herzlich zur diesjährigen Jahrestagung vom 09.-11. Juli 2018, zum Thema ›Geschlossene vs. offene Beschreibungsformen‹ ein. 

Konventionelle Beschreibungsformen fixieren in Biographik wie Porträtkunst die Darstellung einer Person auf zentrale Eigenschaften; offene, experimentelle dagegen beziehen Widersprüchliches und Peripheres mit ein. Die Tagung untersucht die historische, kulturelle wie mediale Vielfalt solcher Formen der Schließung oder Öffnung und prüft die These, ob die offenen Formen nur der Moderne angehören.

Abstracts (dt./engl.):

Montag, 9. Juli

ERÖFFNUNG
Günter Blamberger

AMBIGUITÄT
Dietrich Boschung, John Pollini, Martin Dinter

ABENDVORTRAG
Gottfried Boehm

Dienstag, 10. Juli

AUTO/BIOGRAPHISCHE FALLSTUDIEN I
Friedrich Vollhardt, Jin Zhao

PORTRÄT & CODIERUNG
Matthias Krings, Thierry Greub, Cristina Stancioiu, Gudrun Gersmann

FORMATE & LITERATUR
Monika Schmitz-Emans, Martin Roussel

AUTO/BIOGRAPHISCHE FALLSTUDIEN II
Alison Lewis – verschoben auf Mittwoch, 9.30 Uhr!

Mittwoch, 11. Juli

AUTO/BIOGRAPHISCHE FALLSTUDIEN III
Jianhua Zhu

OPEN-ENDS
Barbara Naumann, Birgit Mersmann, Kristin Marek (Vortrag fällt aus)

ABSCHLUSDISKUSSION

Audiomitschnitte

Günter Blamberger (Köln): Lieblose Legenden? Anmerkungen zur Poetologie und Ethik des Biographierens

Dietrich Boschung (Köln): Die Findung des Besonderen. Offene und geschlossene Beschreibung von Skulpturen

John Pollini (Los Angeles): Ambiguity in Augustan Visual Culture: Mediating between Intent and Viewer Perception

Martin Dinter (London): ›Femineo licet partu‹: The Tectonic and Atectonic Elements of Petrarch Familiares 21.8

Gottfried Boehm (Basel): Im Niemandsland. Paul Cézanne portraitiert Ambroise Vollard

Friedrich Vollhardt (München): Differente Weltwahrnehmung. Die autobiographischen Italienreise Lessings und Goethes im Vergleich

Jin Zhao (Shanghai): Wilhelm von Humboldt: Wissenschaftliche Biographien zwischen narratologischer und textlinguistischer Betrachtung

Matthias Krings (Mainz): ›Weiße Mohren‹ im Porträt. Genese, Dynamik und Nachwirkung einer kulturellen Figuration der besonderen Art

Thierry Greub (Köln): Das königliche Porträt im spanischen Siglo de Oro zwischen offener und geschlossener Form

Gudrun Gersmann (Köln): »C’est bien imité, c’est très bien fait«: Wachsporträts in der Französischen Revolution

Monika Schmitz-Emans (Bochum): Autobiographische Alphabete als Wörter-Bücher: Literarische Lexikographie im Spannungsfeld differenter Sprachkonzepte

Martin Roussel (Köln): Der Lebenslauf. Zur Literarisierung einer geschlossenen Form

Alison Lewis (Melbourne): Sascha Anderson: A Portrait of the Artist as a Young Spy and/or the Spy as a Young Artist?

Jianhua Zhu (Shanghai): Eugen Wuester als Vorreiter der Fachsprachenlinguistik – Zur offenen Beschreibung seiner Biographie

Barbara Naumann (Zürich): Open-End. Don DeLillo, Gerhard Richter und die tödliche Gewalt

Birgit Mersmann (Basel): Defacialisierungen. Visuelle Strategien der Gesichtsauflösung im intermedialen Grenzbereich zwischen Kunst und Fotografie

Bildergalerie