Anja Lemke

Direktorin
Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Vita

Seit 2019 Direktorin des Internationalen Kollegs „Morphomata. Genese. Dynamik und Medialität“, seit 2012 Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität zu Köln, 2018 Max Kade-Professur, Johns Hopkins-University, Baltimore, seit 2015 deutsche Projektleitung „Figurations of Possibility“ im Rahmen des Anneliese Mayer- Forschungspreises von Niklaus Largier, UC Berkeley. 2009-2014 Leitung des DFG-Netzwerks „Kunst und Arbeit“, 2009 Humboldt-Fellow an der UC Berkeley, 2002-2009, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main, 2002-2004 wiss. Koordinatorin, DFG-Graduiertenkolleg „Zeiterfahrung und Ästhetische Wahrnehmung, 2001-2002 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, 1999-2001 Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung (Promotion 2001).

Forschungsschwerpunkte

  • Deutschsprachige Literatur im europäischen Kontext vom 18. - 21. Jh.
  • Möglichkeit und Kontingenz in Philosophie, Ästhetik und Literatur
  • Literatur und Wissen (u.a. Ökonomie, Arbeitsanthropologie, Pädagogik)
  • Literatur- und Formtheorie, Rhetorik, Ästhetik
  • Literatur und andere Künste/Institutionen
  • Affektsemiotiken 
  • Erinnerungs- und Gedächtnistheorien und -medien

Publikationen (Auswahl)

Monographien:

  1. Art works. Ästhetik im Postfordismus, Gemeinschaftspublikation des Netzwerks „Kunst und Arbeit“, Berlin: b_books.
  2. Gedächtnisräume des Selbst – Walter Benjamins Berliner Kindheit um neunzehnhundert, Würzburg: Königshausen & Neumann, 2. überarbeitete und erweiterte Aufl. 2008.
  3. „Konstellation ohne Sterne“ – Zur poetischen und geschichtlichen Zäsur bei Martin Heidegger und Paul Celan, München: Fink 2002.

 

Herausgeberschaften:

  1. (Hg.): „Kunst und Arbeit. Zum Verhältnis von Ästhetik und Arbeitsanthropologie vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart“, München: Fink 2014 (gemeinsam mit Alexander Weinstock).
  2. (Hg.): „Es bleibet aber eine Spur / Doch eines Wortes“ – Zur späten Hymnik und Tragödientheorie Friedrich Hölderlins, München: Fink 2004 (gemeinsam mit Christoph Jamme). 
  3. (Hg.) „In die Höhe fallen“. Grenzgänge zwischen Literatur und Philosophie, Würzburg: Königshausen & Neumann 2000 (gemeinsam mit Martin Schierbaum).

 

Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden:

  1. Transitions Between the Possible and the Actual: The Experience of Nature as Contingency in Hölderlin’s ‘Das untergehende Vaterland’ in: Hölderlin’s Philosophy of Nature, ed. by Rochelle Tobias, Edinburgh University Press (= New Perspectives in Ontology), 2019. [i.E.].
  2. Lykurg als Erzieher. Moderne Gründungserzählungen zwischen Politik und Ästhetik bei Rousseau, Schiller und Hölderlin, in: Comparatio: Schwerpunktheft: Gründung (2019). [i.E.].
  3. “The rules of the game” – Praktiken der Zirkulation bei Paul Auster und Sophie Calle, in: Ottmar Ette und Uwe Wirth (Hg.), Kulturwissenschaftliche Konzepte der Transplantation, Berlin: Kadmos 2019. [i.E.].
  4. „Educational Police. Reflections on Friedrich Schiller’s Theatrical Fragment Die Polizey, in: We protect you from yourselves. The politics of policing, hg. von democratia & Felix Trautmann, Madrid 2018, S. 139-148, spanisch: Policía de la educación. Reflexiones sobre el fragmento inacabado del drama de Friedrich Schiller Die Polizey, in: Os protegemos de vosotros mismos. La politica policial, hg. von democratia & Felix Trautmann, Madrid 2018, S. 147-156.
  5. Verhaltensdesign avant la lettre. Kontingenz und Potentialität im „Bildungs“-Roman des 18. Jahrhunderts mit Blick auf Wilhelm Meisters Lehrjahre, in: Jeannie Moser, Christina Vagt (Hg.), Verhaltensdesign. Technologische und ästhetische Programme der 1960er und 1970er Jahre, Bielefeld: transcript 2018, S. 175-192.
  6. “Im Zeichen der Null – Möglichkeitsdenken und Formverweigerung in Jenny Erpenbecks Geschichte vom alten Kind, in: Metin Genç, Christof Hamann (Hg.), Institutionen der Pädagogik. Studien zur Kultur- und Mediengeschichte ihrer ästhetischen Formierungen, Würzburg 2016, S. 341-357.
  7. Bildung als formatio vitae – Zum Verhältnis von Leben und Form in Judith Schalanskys Der Hals der Giraffe: in: IASL 2016, Bd. 41/2: Themenschwerpunkt: Bildungsverweigerung, S. 395-411.
  8. Der Grenzgang der Geste. Körperliche Ausdrucksformen zwischen 1800 und 1900, in: Comparatio. Zeitschrift für vergleichende Literaturwissenschaft, 8/2 (2015). S. 99-112. 
  9. Waren- und Kapitalzirkulation“. Poetisierung der Arbeit als Bildung des Nationenkörpers in Gustav Freytags Soll und Haben, in: Lemke/Weinstock (Hg.), Kunst und Arbeit. Zum Verhältnis von Ästhetik und Arbeitsanthropologie vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München: Fink 2014, S. 257-271.
  10.  „Ästhetische Erziehung als Arbeit am Selbst” – Schillers Bildungspro-gramm aus der Perspektive postmoderner Kontrollgesellschaften, in: Thomas Glaser, Bettine Menke (Hg.), Experimentalanordnungen der Bildung, München: Fink 2014, S. 127-141. 
  11. „Medea fiam“ – Affekterzeugung zwischen Rhetorik und Ästhetik in Lessings Miss Sara Sampson, DVjs 86 Jg. 2 (2012), S. 206-223.
  12.  „Die Tragödie der Repräsentation. Politik und Theater in Hölderlins ‚Empedokles-Projekt’“, in: Hölderlin-Jahrbuch 37 (2011), S. 68-87.
  13.  „Gemüts-Bewegungen. Affektzeichen in Kleists ‚Marionettentheater’, Kleist-Jahrbuch 2008/2009, S. 184-202.
  14.  Aufklärung im Bild – Zur Rhetorik der Einbildungskraft in Goyas Capricho 43“, in: Alexandra Kleihues / Barbara Naumann / Edgar Pankow (Hg.), Transformation, Übertragung, Übersetzung – Artistische und kulturelle Dynamiken des Austauschs, Zürich: Chronos 2010, S. 167-188.

 

Kleinere Beiträge, Rezensionen und Übersetzungen:

  1. „Ich arbeite, also bin ich. Zur Verschränkung von Arbeit und Selbstwert in der modernen Leistungsgesellschaft, Spielzeitheft, Deutsches Theater Berlin: „Keine Angst vor niemand“, Spielzeit 16/17, S. 106-108.
  2. „Formung des eigenen Selbst“ – Arbeit und Kunst in der gegenwärtigen Kontrollgesellschaft, in: Spielzeitheft, Schauspiel Frankfurt Spielzeit 2012/13.
  3.  „Was bleibt dem Reisenden? Nur Sein und Zeit“. Zu Elfriede Jelineks „Winterreise“, in: Programmheft Schauspielhaus Frankfurt, Winterreise, Spielzeit 2011/2, Heft Nr. 52, S. 6-8.