Kontextwechsel und Bedeutung

05.–07.02.2020

Ort: Bibliothek des Internationalen Kollegs Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. Etage), 50937 Köln

Zeit: 18.00 Uhr (05.02.20) / ab 09.30Uhr (06.-07.02.20)

Kontakt: Thierry Greub
(tgreub[at]uni-koeln.de)

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Die Bedeutung von materiellen Artefakten, die in ihrer Form unverändert bleiben, kann sich durch räumliche Bezüge und durch den Wechsel des Kontexts verändern. Durch die räumliche Zuordnung inszeniert können Artefakte inhaltlich festgelegt oder akzentuiert werden bzw. eine neue Bedeutung erlangen. Inhaltlich festgelegte Artefakte können durch ihre Aufstellung einen Raum, manchmal eine ganze Landschaft, neu und spezifisch deuten. Im Rahmen dieser Konferenz werden verschiedene Aus- prägungen von Kontextwechsel erörtert. Räumliche, topographische und diskursive Kontextwechsel werden in Fallbeispielen analysiert und deren Bedeutungen und Überschneidungen kritisch reflektiert. So zeigen Artefakte der Antike, wie Kunstwerke gezielt aus ihren ursprünglichen Aufstellungskontexten herausgelöst und neu integriert worden sind, wobei dies entsprechend oder entgegen der älteren Verwendung geschehen konnte. Für die Neuzeit lässt sich zeigen, dass sich durch die Sammlung und die Anordnung von Artefakten Wissenssysteme etablieren und stabilisieren lassen. Hier schließen sich Fragen an: etwa nach der Verwendung von touristischen Artefakten, die eigens für den Transfer in andere kulturelle Bereiche geschaffen worden sind; nach der Rolle von durch Migranten und Migrantinnen mitgebrachten Objekten als Identitätsmarker; oder nach der politischen Rolle der Restitution von Kunstwerken und menschlichen Überresten.

 

Die Veranstaltung ist öffentlich und Gäste sind herzlich willkommen. 

Audio recordings

Hans Peter Hahn (Frankfurt): Wahrnehmung des „Fremden“

Thoralf Schröder (Köln): Einführung

Christof Baier (Düsseldorf/Köln): Statuen und Tempel in „Naturscenen“. Zum Anteil von Landschaft an Erinnerungsräumen in Landschaftsgärten

Jesko Fildhuth (Freiburg): Die Rezeption der Monumente und Bildwerke im Hippodrom von Konstantinopel im Wandel der Zeiten

Martin Kovacs (Tübingen): Translozierung, Umnutzung und Umdeutung: Dieturma Alexandri in der Porticus Metelli und das Reiterstandbild Caesars auf dem Forum Iulium

Jörn Lang (Leipzig): Zwischen Mittelmeer und Mitteldeutschland. Antike(n) im  Kontext von Leipziger Kabinetten und Wunderkammern

Klara Löffler (Wien) Im Gepäck. Phantasien und Praktiken des Kontextwechsels auf Urlaubsreisen

Sinah Kloß (Bonn) Ritualtransfer und Transnationalisierung.Kontextwechsel durch Migration

Arnd Schneider (Oslo) Rethinking Appropriation as Hermeneutics: Process, Overlay, and Approximation

Dirk Hildebrandt(Köln) Nach Duchamp. Das Readymade als Form

Susanne Wittekind(Köln) Auratisierung und Bedeutungssteigerung durch Kontext

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