Piranesi und die Vermittlung antiquarischen Wissens im 18. Jahrhundert

Workshop in Zusammenarbeit mit dem Wallraf-Richartz-Museum Köln
23.–24.01.2014

Ort: Internationales Kolleg Morphomata, Universität zu Köln, Weyertal 59 (Rückgebäude: dritter Stock), 50937 Köln

Konzept: Dietrich Boschung

Kontakt: Semra Mägele (smaegele[at]uni-koeln.de)

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Wissen und Vorstellungen über die Antike sind in der Frühen Neuzeit in vielen Medien und Formaten vermittelt worden. Dazu zählen nicht nur die gelehrten antiquarischen Werke, sondern ebenso Gemälde und Opern mit antiken Themen, künstlich angelegte Ruinen und Landschaften oder systematisch angelegte Sammlungen von Kopien oder Originalen der bildenden Kunst.

Anlässlich der Ausstellung „Piranesis Antike – Befund und Polemik“ im Wallraf-Richartz-Museum wird sich der Workshop mit der Frage beschäftigen, wie antiquarisches Wissen in der zweiten Hälfte des 18. Jhs. in den verschiedenen Gattungen und Medien über den Kreis der Gelehrten hinaus aufgenommen und vermittelt worden ist, z.B. durch die Aufnahme mythologischer oder historischer Themen. Dabei soll ein möglichst breites Spektrum an Gattungen vorgestellt werden. Zu untersuchen ist etwa, woher das Wissen über die Antike gewonnen wurde, für welches Publikum es gedacht war und wie es nach den Erfordernissen der jeweiligen Gattung umgeformt wurde.

Audiomitschnitte

Valentin Kockel (Augsburg): Ansicht - Plan - Modell. Die Visualisierung antiker Ruinen im 18. Jahrhundert

Anne-Marie Leander Touati (Stockholm/Öund): between vision and business. Choice pieces form the Piranesi collection in Stockholm

Dagmer Grassinger (Köln): Roms Größe wiederherstellen - Piranesis "Vasi antichi"

Daniel Graepler (Göttingen): Zwischen antiquarischer Gelehrsamkeit und künstlerischer Praxis: Philipp Daniel Lipperts Daktyliothek

Jörn Lang (Leipzig): Wie Wissen Schönes schafft: Rezeption und Umformung antiquarischer Gelehrsamkeit in klassizistischem Wanddekor

Xenia Ressos (Innsbruck): Die Antike in Scherben - Antikenrezeption im Meidum Porzellan