Formkonstanz und Bedeutungswandel

Archäologische Fallstudien und medienwissenschaftliche Reflexionen
09.–10.02.2012

Konzept: Dietrich Boschung, Ludwig Jäger

Kontakt: Boris Burandt (borisburandt(at)t-online.de)

Veranstaltungsort: Internationales Kolleg Morphomata, Universität zu Köln, Weyertal 59 (Rückgebäude, dritter Stock), 50937 Köln

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Antike Kopiertechniken ermöglichten es, das Formenrepertoire von Statuen und Gemälden aus dem ursprünglichen Zusammenhang herauszulösen. Auch wenn Figuren und Darstellungschemata aus einem bestimmten Anlass, für einen bestimmten Kontext und mit einer spezifischen Bedeutung geschaffen worden sind, konnten sie in einer sekundären Verwendung neu kontexualisiert und dadurch mit neuen Bedeutungen aufgeladen werden. Gerade Übertragungen dieser Art, bei denen die ursprünglich intendierten inhaltlichen Bezüge sich verschoben oder sogar vollständig verloren gingen, sicherten vielfach die nachhaltige Rezeption der Werke.

Die Tagung wird mit Fallbeispielen aus der Klassischen Archäologie das Spektrum der Möglichkeiten aufzeigen und diskutieren. Kommentare und Anmerkungen aus den Medienkulturwissenschaften werden die aufgezeigten Phänomene theoretisch reflektieren und damit einen intensiven Austausch zwischen den beiden Disziplinen ermöglichen.

Audiomitschnitte

Christiane Vorster (Bonn/Köln): Inszenierung und Zitat - Die Befreiung der Andromeda in den Bildmedien der römischen Kaiserzeit

Annemarie Carania (Marburg) The Transformation of Imperial Triumphal Imagery on Dionysian Sarcophagi

Beat Brenk (Rom): Kleider machen Leute. Zur Bekleidung der chrtistlichen Heroen

Stefan Rieger (Bochum): Respondenz aus der Sichter der Medienkulturwissenschaft

Jens Daehner (Los Angeles): "Faustinas Liebhaber": Vom Mythenbild zur historischen Fiktion

Birgit Mersmann (Bremen): Respondenz aus der Sich der Medienkulturwisschenschaft