Florian Stilp (Paris)

Zur Rezeption des römischen Porträts in der französischen Skulptur des 16. bis 19. Jhs.
11.01.2016

Ort: Bibliothek des Internationalen Kollegs Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. Etage), 50937 Köln

Zeit: 18.00 Uhr

Kontakt: Larissa Förster (larissa.foerster[at]uni-koeln.de)

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Der Vortrag ist der Analyse von Anleihen gewidmet, die die französische Porträtskulptur des 16. bis 19. Jahrhunderts im Bestand der antiken Porträtplastik vornahm. Aus einer breiter angelegten Untersuchung hervorgehend, wird im Rahmen dieses Vortrags eine repräsentative Auswahl von Porträts vorgestellt, für die detaillierte Informationen zur Auftragsvergabe, zum Aufstellungskontext wie zur Identität des Dargestellten vorliegen. Die Verfügbarkeit dieser Informationen liefert eine unverzichtbare Grundlage für die weitergehende Bearbeitung von Porträts à l’antique, einer diachronen Darstellungsart, die sich nicht nur auf Zeitgenossen beziehen konnte, sondern auch retrospektiv auf Personen der entfernteren Vergangenheit, wie, letztlich, auch auf antike Personen, von denen kein original antikes Bildnis bekannt war. Das Phänomen des Porträts à l’antique kennt somit verschiedene Kategorien, von denen heute lediglich die der Darstellung von Zeitgenossen im antiken Gewand untersucht werden soll. Im Laufe des Vortrags wird sich dank der erschlossenen Kontexte zeigen, dass antike Anleihen auf ikonographischer wie stilistischer Ebene nicht beliebig im öffentlichen Raum vorgeführt wurden. Von den vorgestellten Fällen ausgehend stellt sich die grundlegende Frage, weshalb die Darstellungsform à l’antique über Jahrhunderte hinweg als Option zur zeitgenössischen Wiedergabe Bestand haben konnte – und weshalb sie heute aus der Mode gekommen zu sein scheint.

 

 

Audiomitschnitte

Florian Stilp (Paris): Zur Rezeption des römischen Porträts in der französischen Skulptur des 16. bis 19. Jhs.