Dirk von Petersdorff (Jena)

Kollektivwesen Goethe
28.11.2016

Ort: Bibliothek des Internationalen Kollegs Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. Etage), 50937 Köln

Zeit: 18.00 Uhr

Kontakt: Sinah Kloß (skloss[at]uni-koeln.de)

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In einer Selbstbeschreibung hat Goethe einmal gesagt, dass in seinem Werk eigentlich ein "Kollektivwesen" spreche. Damit weist er auf eine Vielstimmigkeit hin, die sich auch in seinen Gedichtsammlungen niederschlägt. Mehrmals im Leben hat Goethe seine Gedichte gesammelt und geordnet und dies auch als autobiographische Herausforderung verstanden. Dann nennt er seine Gedichte "Bruchstücke einer Konfession", attestiert ihnen lauter "Widersprüche" und stellt fest, wie "wenig Spur" von einer Existenz zurückbleibe. Im Vortrag soll es um diese Selbstbeschreibungen gehen, die dann in einer Lektüre von religiösen Gedichten konkretisiert werden. Neben der vehementen Verabschiedung des Göttlichen durch "Prometheus" stehen hier die Beschwörung von Geistern, die uns Lebenssinn vermitteln, sowie der Wiederaufbau von Transzendenz, weil nur der Bezug auf "Das Göttliche" moralisch richtiges Handeln begründen könne. All das sind Stimmen im "Kollektivwesen Goethe“. 

Der Vortrag findet auf deutsch statt.

Resondenz: Oliver Jahraus (München, Fellow am Internationalen Kolleg Morphomata)

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Dirk von Petersdorff (Jena): Kollektivwesen Goethe

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