3D-Rekonstruktionen als Visualisierung wissenschaftlicher Ergebnisse in Archäologie und Architekturgeschichte

19.11.2010

Ort: Internationales Kolleg Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude), 3. Stock, 50937 Köln

Organisation: Prof. Dr. Dietrich Boschung ()

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In den letzten Jahren haben sich die technischen Möglichkeiten von virtuellen 3D-Rekonstruktionen in erstaunlicher Weise perfektioniert. Inzwischen gehören entsprechende Visualisierungen in vielen Museen zum festen Repertoire didaktischer Vermittlungsstrategien. Noch kaum reflektiert sind dagegen die methodischen Probleme, die sich gerade aus der hohen Suggestionskraft für die wissenschaftliche Verwendung ergeben.
Der Workshop will mit ausgewählten Beispielen 3D-Modelle als Konkretisierungsform wissenschaftlicher Erkenntnisse untersuchen. Es geht zum einen um die neuen und spektakulären Möglichkeiten, archäologische und kunsthistorische Ergebnisse zu sammeln und zu systematisieren, damit auch zu veranschaulichen und zu verifizieren. Gleichzeitig ist zu fragen, wie verhindert werden kann, dass durch diese Konkretisierungen systematisch gewonnenes Wissen durch kontingente Elemente ergänzt, verändert oder gar verfälscht wird.

Audiomitschnitte

Reinhard Förtsch (Köln): 3D-Technologien in der Praxis der Altertumswisenschaften. Denk-und Anwendungsmuster

Susanne Zolper (Köln): Digitale 3D-Visualisierungen im kunsthistorischen Einsatz

Marc Grellert (Darmstadt): Zwanzig Jahre 3D-Computer-Rekonstruktionen - Versuch einer Positionbestimmung

Jennifer von Schwerin (Albuquerque): Querying 3D Models: A Prototype for a 3D Web GIS Database of Maya Temple Architecture

Mantha Zarmakoupi (Köln): Visualisierung als Arbeitsmethode: Das "Villa dei Papyri VR Model"