Tanja Klemm

Fellowmanagement
Kunstgeschichte
Wiss. Mitarbeiterin

tanja.klemm(at)uni-koeln.de
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Vita

Studium der Kunstgeschichte, Romanistik (italienisch) und Klassischen Archäologie in Köln und Rom. 2001-2004 u.a. Mitarbeiterin beim Taschen Verlag, in der Galerie Karsten Greve, beim Verein der Freunde des Museums Ludwig Köln sowie künstlerische Ausstellungsbeteiligungen und publizistische Tätigkeiten. 2004-2006 Promotionsstipendiatin am Graduiertenkolleg „Bild. Körper. Medium. Eine anthropologische Perspektive“ an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2006-2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Funktionen des Bewusstseins“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, danach wissenschaftliche Assistentin am Kunsthistorischen Institut in Florenz, Max-Planck-Institut (Direktion Gerhard Wolf). Promotion 2010 zu ganzkörperlichen Modellen von sinnlicher Wahrnehmung im Mittelalter und in der Renaissance, an der Humboldt-Universität zu Berlin bei Gerhard Wolf und Horst Bredekamp. 2010-2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Kolleg Morphomata (Direktion Günter Blamberger). 2011-2013 Assistenz Frühe Neuzeit am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel. Seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Kolleg Morphomata.

Forschungsschwerpunkte

Räumlich und zeitlich:

italienische und deutsche Kunst- und Bildkultur des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit: Übergänge zwischen ‚magischen‘, dämonologischen, physiologischen und ästhetischen Bildphänomenologien; heilende Artefakte (z.B. Talismane, wundertätige Bilder); ikonoklastische Praktiken; das corpus animatum in Naturphilosophie, Medizin und Kunst im kulturübergreifenden Vergleich; Bilder vom Gehirn; Verkündigungsdarstellungen

Zeitgenössische Kunst:

Zeichnung, internationale Kunstbiennalen, globalisierte Künstlerausbildung; Outsider Art

Forschungsinteressen:

Wahrnehmungstheorien; Phänomenologie; Enactive Criticism, mit Esther Schomacher und Jan Söffner; Bild und Verkörperung; Bildphysiologie; Medizingeschichte und Bildgeschichte; Übergangsobjekte; Verhältnis von (Kunst-)Fertigkeiten und Wissen, von Kunst und Kult

Publikationen (Auswahl)

Monographien und Herausgeberschriften

  • Kunst lernen? Akademien und Kunsthochschulen heute, gemeinsam mit Stephanie Dieckvoss, Themenheft, Kunstforum International 245 (2017)
  • Sind alle Denker traurig? Fallstudien zum melancholischen Grund des Schöpferischen in Asien und Europa, mit Günter Blamberger, Sidonie Kellerer und Jan Söffner (Hgg.), Paderborn: Fink Verlag 2015
  • Bildphysiologie. Wahrnehmung und Körper in Mittelalter und Renaissance, Berlin: Akademie Verlag 2013.
  • Topologien der Bilder, mit Inge Hinterwaldner, Carsten Juwig und Roland Meyer (Hgg.), München: Fink Verlag 2008.

 

Artikel

  • „Life from within: Physiology and talismanic efficacy in Marsilio Ficino's De Vita (1489), in: Representations 133,1 (2016), hg. von Hannah Baader, Ittai Weinryb und Gerhard Wolf, S. 110-129.
  • "'Just by Calling it Art We Altered it Slightly'. Emery Blagdon's 'Healing Machine' und die Outsider Art", in: Einwegbilder, hg. von Michael Hagner, Inge Hinterwaldner und Vera Wolff, Paderborn (erscheint 2016).
  • „La magie du Bambolaro. A propos de la pratique esthétique de Franco Bellucci“, in: Franco Bellucci, Ausstellungskatalog MADmusée 2014, S. 13-15.
  • "Pitfiring", "Art on Wheels", in: Art on Wheels, Katalog zur künstlerischen Aktion und Performance von AkademiestudentInnen, München, 16.-17. Dezember 2014, Akademie der Bildenden Künste München 2015, o.S. (Auflage: 50)
  • „inwendig“, homepage Aino Nebel (http://www.ainonebel.de/texte/inwendig/)
  • „Unendliche Übergangsobjekte“. Tanja Klemm im Gespräch mit Riccardo Bargellini, in: Kunstforum International 225 (2014), S. 228-233.
  • „Global, Unseen, Welcoming“. Tanja Klemm im Gespräch mit Stephanie Dieckvoss, Direktorin der neuen Kunstmesse Art13 London, in: Kunstforum International 221 (2013), S. 376-379.
  • „Corpus animatum – imago animata. Shared Image Practices in the Florentine Church SS. Annunziata in the Renaissance“, in: Feelings of Being Alive, hg. von Jörg Fingerhut und Sabine Marienberg, Berlin 2012, S. 259-291.
  • mit Esther Schomacher und Jan Söffner: „Enactive Criticism. Research as embodiment“, in: RES: Journal of Anthropology and Aesthetics 59/60 (2011), S. 318-324.
  • „Vor dem Anfang: Die Rhythmen des tohu wa bohu“, in: Ellen Keusen, Vom Raum zwischen den Dingen, 1992-1994, Ausstellungskatalog, Köln 2010, S. 36-50.
  • „Dryander, Leonardo, Berengario. Die perceptio der frühen Anatomen“, in: Imagination, Repräsentation und das Neue. Zur Imaginations- und Technikgeschichte frühneuzeitlicher Bilder, hg. von Christiane Kruse, Horst Bredekamp und Pablo Schneider, München 2010, S. 35-54.
  • „Kunstgeschichte“, in: Heureka. Evidenzkriterien in den Wissenschaften. Ein Kompendium für den interdisziplinären Gebrauch, hg. von Eva-Maria Engelen, Christian Fleischhack, Giovanni Galizia und Katharina Landfester, Heidelberg 2010, S. 117-134.
  • „Übergängigkeiten: Anatomische Bilder vom Gehirn im frühen 16. Jahrhundert“, in: Visualisierung und kultureller Transfer, hg. von Kirsten Kramer und Jens Baumgarten, Würzburg 2009, S. 301-318.
  • „Bildbesessenheit. Der Heilige Antonius von Dämonen gepeinigt in graphischen Darstellungen der Renaissance und die perturbationes des Bildbetrachters“, in: Funktionen des Erlebens, hg. von Matthias Jung und Jan-Christoph Heilinger, Berlin 2009, S. 305-333.
  • „Lorenzos Schädel im Kopf des Anatomen: Bilder des Gehirns im frühen 16. Jahrhundert“, in: Bildwelten des Wissens. Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik 6,1 (2008): Ikonographie des Gehirns, hg. von Horst Bredekamp, Matthias Bruhn und Gabriele Werner, S. 108-119.
  • „Hirnphysiologie und Bildwerdung: Der Traum des Doktors von Albrecht Dürer“, in: Topologien der Bilder, hg. von Inge Hinterwaldner, Carsten Juwig, Tanja Klemm und Roland Meyer, München 2008, S. 229-246.
  • mit Beate Fricke: „conceptio und perceptio. Zum ‚Weimarer Blatt’ von Leonardo da Vinci“, in: Modernisierung des Sehens, hg. von Matthias Bruhn und Kai-Uwe Hemken, Bielefeld 2008, S. 82-99.
  • „Ökosophie im Nahen Osten: Die 8. Biennale in Sharjah“, in: Kunstforum International 186 (2007), S. 214-239.
  • „Huftier oder Mensch? Bildpraktiken vergleichender (Hirn-)Anatomie im frühen 16. Jahrhundert“, in: The Picture’s Image. Wissenschaftliche Visualisierung als Komposit, hg. von Inge Hinterwaldner u. Markus Buschhaus, München 2006, S. 87-103.
  • „Open a New Horizon of Arab Contemporary Art: 6th Sharjah International Biennial“, in: Artinculture 6 (2003), S. 130-135 (auf Koreanisch erschienen).
  • „Arts in a Changing Horizon – Globalization and Formulars of Modernization: 6th Sharjah International Biennial“, in: Kunstforum International (165) 2003, S. 366-370.